Serientip: Torchwood
Ich hatte ja bereits diese Serie erwähnt, heute mal die nähere Beschreibung.
Torchwood ist eine Ableger-Serie der populären britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who. Sie wird produziert durch BBC Wales und spielt überwiegend in der walisischen Hauptstadt Cardiff.

Nun sind englische Serien immer etwas gewöhnungsbedürftig, d.h. die Menschen sehen etwas anders aus (was wohl damit zu tun hat, das die auf einer Insel leben), die Gegenden sehen merkwürdig aus und es regnet ständig, und außerdem fahren die auch noch auf der falschen Seite der Straße. Sollte ich mich je umbringen wollen, ich würde das ganze mit einem Leihwagen in London machen, spätestens nach 3 Minuten wäre ich wieder auf der rechten Seite der Straße und damit praktisch tot.
Das Torchwood -Institut ist eine fiktive Einrichtung zur Bekämpfung und Überwachung außerirdischer Aktivitäten auf der Erde. Die Verbindung zur Serie Doctor Who besteht – neben dem Anagramm Doctor Who → torchWooD – in der Figur des Captain Jack Harkness, einem Zeitreisenden, der im Cardiff des 19. Jahrhunderts strandete. Seitdem ist er in der dortigen Torchwood-Niederlassung, seit 1. Januar 2000 als deren Leiter, tätig. Neben Captain Jack besteht das Team aus der ehemaligen Polizistin Gwen Cooper, Dr. Owen Harper, der Computerspezialistin Toshiko Sato und Ianto Jones, einer Art „Mädchen für alles“.
Von der Serie gibt es derzeit 3 Staffeln, wobei anscheinend die 4te Staffel 2010 gedreht werden soll. Nun sind die Storys teilweise lustig, teilweise spannend – ich habe 10 Tage gebraucht um Staffel 1+2 anzusehen, was für eine Serie, wenn sie gut ist, bei mir fast Rekord ist.
Übrigens sollte man sich nicht daran stören, das Captain Jack Harkness des öfteren einen Mann küsst, ich bin da nicht ganz hinter gekommen, was der Gute denn nun eigentlich ist, ich habe es dann dabei belassen, das er eben nicht von dieser Welt ist, wer ist das auch schon.
Der absolute Hammer ist die 3te Staffel, die eigentlich auch das Ende der Serie bedeuten sollte (ich habe 2 Tage gebraucht). Hier haben die Autoren sich wirklich etwas einfallen lassen, die 3te Staffel ist praktisch eine Geschichte in sich, aufgeteilt auf 5 Teile.
Ein gewöhnlicher Tag verwandelt sich in Terror als plötzlich jedes Kind auf der Welt innehält. Eine Mitteilung wird an alle Regierungen der Erde geschickt, die nur folgende Nachricht enthält: “We are Comming.”
Tja, was soll ich schreiben … die 456, so heißen die Außerirdischen landen auf der Erde, und wollen nichts anderes als 10% der Kinder aus jedem Land der Erde. Warum die 456 die Kinder haben wollen kann ich hier natürlich nicht verraten (… ziemlich übel das Ganze), allerdings ist die Argumentation der 456 interessant. Natürlich sagen die Menschen, das das ganze ja wohl nicht ginge … das Gegenargument der 456 ist aber eigentlich einleuchtent:
“Wenn Tag für Tag fast 30.000 Kinder unter fünf Jahren auf diesem Planeten sterben, und ihr nichts dagegen tut, wo ist dann das Problem uns die 10% der Kinder zu geben?”
Interessantes Argument, sollte man dann mal drüber nachdenken.
Wie die Serie endet will ich natürlich nicht verraten, nur den letzten Satz der Staffel fand ich schön:
Nach den Ereignissen in der dritten Staffel ist Jack ein sichtlich gebrochener Mann, der sich die Schuld am Geschehenen gibt. Am Ende der 3. Staffel (seit der Haupthandlung der Staffel sind 6 Monate vergangen) erzählt er, dass er viel gereist ist, jedoch noch nicht weit genug. Er verlässt die Erde, um mit einem gerade im Sonnensystem kreuzenden Raumschiff zu reisen. Wohin genau erfährt man nicht. Auf Gwens Satz „Du kannst nicht immer davonlaufen“ antwortet er nur „Oh doch, ich kann“.
Weil man immer davon laufen kann … manchmal bleibt einem eben nichts anderes.
1 sagte bisher etwas
Dann sag mal etwas...
Und Du sagst, ich bin manchmal gruselig