Archiv für den Monat Oktober, 2009
Kino: Männerherzen
Nach längerer Zeit, mal wieder ein deutscher Film in Bestbesetzung. Bestbesetzung? Naja, sagen wir mal so, wäre das nur ein Film mit Till Schweiger gewesen, ich hätte ihn mir nicht angesehen (ich habe ihm das immer noch nicht verziehen, diese Geschichte mit Nora Tschirner), für mich war seine beste Rolle in “Knockin’ on Heaven’s Door”, was ja auch schon ein paar Tage her ist. Zurück zum Film:
Das Sportstudio „Fitnessworld“ in Berlin, ein Hort wahrer Männlichkeit: Philip ist ein sympathischer Träumer, der plötzlich seinen Arsch hochkriegen muss, als seine Freundin Nina ihm ihre Schwangerschaft eröffnet. Philips erfolgreicher Freund Niklas hat sein weiteres Leben bereits komplett durchgeplant – seinen Job bei einer Werbeagentur, seine anstehende Hochzeit mit Laura und den Kauf eines schicken Eigenheims. Musikproduzent Jerome legt zwar privat jede Frau flach, die nicht bei drei auf den Bäumen ist, aber beruflich muss er aktuell zurückstecken. Statt seines bevorzugten Elektrosounds soll er den philanthropischen Schlagersänger Bruce produzieren. Seit einem tragischen Unfall hat U-Bahn-Führer Roland sein Temperament nicht mehr unter Kontrolle. Seine Frau Susanne hat ihn wegen seiner cholerischen Ausraster bereits verlassen. Der Beamte Günther ist ein ganz armes Würstchen. Erst als er Tierfutterfachverkäuferin Susanne kennenlernt, eröffnet sich ihm zum ersten Mal seit Langem ein kleiner Hoffnungsschimmer…(Quelle:filmstarts.de)
Also da soll mir kein Mann sagen, das er sich nicht in einer der Figuren wieder finden würde, da ist ja nun alles dabei. Am besten finde ich die Rolle von Wotan Wilke Möhring als U-Bahn-Führer Roland, absolut toll gespielt. Der Typ erinnerte mich fatal an den jungen Westernhagen.
Den Herrn Ulmen sehe ich ja seit “Herr Lehmann” sehr gerne, allerdings ist er seit seiner MTV Geschichte (die nicht schlecht war) irgendwie hängen geblieben. Die Rolle erinnert doch zu sehr an “Uwe” seiner “Kunstfigur”. Trotzdem zeigt gerade die Rolle von Günther, wie schwer es ist, jemanden kennenzulernen – andererseits auch wieder wie einfach es ist. Ich sollte auch mal wieder bei Fressnapf vorbeischauen.
Wer also einen schönen Kinoabend verleben will: ansehen!
Wie ich ein “armer” Mann wurde …
Samstag darf ich dann nochmal Tabletten holen, da heute nicht mehr genug da waren. Kostenpunkt heute: 35,00 Euro.
Das Beste daran ist, wäre das rechtzeitig und vor allem richtig behandelt worden, wären wir mit der Geschichte schon längst durch. Ich denke da am besten nicht weiter drüber nach.
Der Hund ist doch voll auf Tabletten …
Foren sind immer für einen Lacher gut …
… ich werde es nie begreifen:
hxxp://fdnlinks.com/link/11111111111111111
Klar, oder? Scheinbar nicht.
link doesn’t work
Dem kann doch geholfen werden:
replace the "xx" with "tt".
Twittagessen
Ein was? Na ein Mittagessen, wo sich Twitterer treffen, und da wir alle (außer die, die Urlaub haben) Mittags keine Zeit haben, wurde daraus ein Twabendessen gemacht. Verstanden? Nicht wirklich oder? Verstehe ich wenn man Twitter weder kennt noch nutzt. Ist aber auch nicht dramatisch.
Nach dem letzten Treffen, wo wir na sagen wir mal so 10 – 20 Leute waren, sind es diesmal doch von den 20 angemeldeten Leuten gefühlte 20 bis 30 geworden.
Wer mich nun etwas näher kennt, weiß wie schwer der HerrSch. es sich machen kann, neue Leute kennenzulernen- Da war letztens noch die Diskussion mit HerrnLübke, wir waren uns einig, man muss sein Umfeld ändern, um gewisse Situationen zu ändern, sonst bombt man sich täglich geistig in die Steinzeit zurück, und wer macht das schon, außer der HerrSch. ? Soziale Defizite nenne ich das gerne, ändern sie sich – wir werden es nicht tun. Da muss man ja auch erst mal hinter kommen.
Um es kurz zu machen, ich habe eine Menge neue Leute kennen gelernt, und ausnahmslos nur nette Leute, auch wenn man bei manchen schon schmunzeln muss: “Hallo, ich bin xxx – ich habe hauptsächlich für die SPD im Wahlkampf getwittert.” Ach Hase, ist doch nicht schlimm …
Und wie endete das ganze? Na hiermit:
Okay, als letzte Mohikaner brechen jetzt auf @allieswelt, @stadtmusikantin, @HerrSch, @Oxking, @dantz und meine Wenigkeit #twittagessen-379
Wohlgemerkt um 1:09 Uhr auf einem Montag. Bedanken muss ich mich bei @dantz, der mich netter Weise mit nach Hause genommen hat, allerdings wohnt der Mann auch genau gegenüber von mir. Hat auch keiner vorher gewusst.
Fingerhut
Wenn man sich eine Jacke kauft, sind die Knöpfe nie wirklich fest angenäht, das mag daran liegen, das in dem Herstellungsland sagen wir mal z.B. Malaysia (und selbst Ralph Lauren lässt da nähen) allein klimabedingt niemand eine Jacke zuknöpft, sonst würde das ja schon bei der Herstellung auffallen.
Also gibt es zwei Möglichkeiten, die eine ist, die Jacke seinem Vater oder jemand anderes zu geben der einmal zur See gefahren ist, oder man versucht das selber. Da ich ja irgendwann auch mal erwachsen werden muss, habe ich mich für die Variante 2 entschieden. Nähzeug? Hat der Junge Nähzeug? Ja, aber keinen Zwirn, das soll ja auch halten. Schon mal versucht in der Stadt Nähzeug zu kaufen, wenn man nicht unbedingt zu Karstadt will? Kein Problem, REWE hatte welches. Wie sagte mein Vater noch? “Du
brauchst dann aber auch einen Fingerhut” – klar, kaufe ich auch noch. Also doch zu Karstadt. Da steht man dann vor so einer Wand, hilflos, wie bestellt und nicht abgeholt, ich weiß schon, warum ich immer in der Computer Abteilung abgegeben werde. “Haben Sie einen Fingerhut?” – Ich war wohl der erste Mann, der die Verkäuferin nach diesem Artikel gefragt hatte, als ich dann noch fragte ob das eine Einheitsgröße für Fingerhüte ist, konnte die Verkäuferin vor lachen sich nicht mehr halten.
Hallo? Ist das lustig? Kaufe ich jeden Tag einen Fingerhut?
Jetzt muss ich nur noch anfangen, die Knöpfe wieder anzunähen, der Spaß hört hier eben nie auf ….
Gesamtsituation: Ist doch ganz ok …
Eine Woche des Urlaubs rum, viel mit dem Hund abgehangen, einfach mal Sachen gemacht die Spaß machen. Muss ja auch sein.
Über einiges denkt man natürlich auch nach, viel mir da doch die Begegnung von vor 14 Tagen ein (+/-0) schon interessant zu sehen, wie Menschen reagieren, auch wenn es mir wehtut, aber wie war das noch:
Die besten Entscheidungen in meinem Leben hatten immer etwas mit "sein lassen" zu tun.
Den Spruch trage ich als Zettel in der Hosentasche mit mir rum, ob es hilft? Wir werden es sehen, ich werde mich jedenfalls weiterhin dagegen wehren, Menschen einfach zu ersetzen, auch wenn manche das so einfach können.
Spontan? Ach ja, Spontan. Genau, ich habe mich erwischt, wie “unspontan” ich doch sein kann. Da entgeht einem dann mal ein Bier mit netten Leuten, oder einen Besuch der Frankfurter Buchmesse (Jekylla hätte mich bestimmt mitgenommen). Also für nächstes Jahr notieren: Buchmesse.
Übrigens finde ich es sehr nett, das ich noch eine ganze Woche für mich haben.
Herbstmorgen
Wenn man schon morgens um 7:30 Uhr an der Weser spazieren geht, sollte man auch seine “richtige” Kamera mitnehmen. Ärgerlich …
Trotzdem, unbezahlbar so ein Morgen .
Keiner sagte etwasAus dem Bücherregal: Die Wohlgesinnten
»Ihr Menschenbrüder, lasst mich euch erzählen, wie es gewesen ist.« … von Jonathan Littell. Hm … 1400 Seiten als Taschenbuch liegen vor mir. Ich glaube, mehr als 1400 Seiten geht nicht, der Buchrücken würde das wohl nicht aushalten. Ich hatte das Buch damals schon in der Hand, wollte aber dann doch warten bis es als Taschenbuch erscheint. Selbst das Taschenbuch kostet noch 18,00 Euro, aber in Anbetracht der 1400 Seiten ist das wohl in Ordnung.
Die Wohlgesinnten sind die fiktiven Erinnerungen des SS-Offiziers Maximilian Aue, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP Mitglied. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von 1941 bis 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine, und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, an Ausschwitz und Krakau, das besetzte Paris und das kriegszerstörte Berlin. Es sind die Erinnerungen an all seine Begegnungen mit den Nazi-Größen: an Himmler, in dessen Persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Höß und Speer. Es ist ein erschreckend detailgetreuer Roman über die nazistischen Verbrechen erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach Kriegsende in eine sichere Existenz nach Frankreich gerettet hat.
Letztlich ist das Buch sehr kontrovers bewertet worden, ich für meinen Teil, habe es nach Seite 371 erst einmal zur Seite gelegt, ist halt nicht der richtige Lesestoff für Urlaub, oder ich bin mit dem Thema irgendwie durch. In Wikipedia gibt es einen sehr guten Artikel über dieses Buch, wer also näheres erfahren will, sollte dann hier klicken.
Hoffmann & Campe
Ich hatte ja vor einiger Zeit über meinen Buchgewinn geschrieben, und was soll ich sagen, selbst 4 Wochen nach erscheinen des Buches – nichts gehört. Also mal rasch angefragt, ob, wie und überhaupt.
Die Antwort kam dann auch per Mail:
das wirft echt kein gutes Licht auf uns. Entschuldigen Sie diesen chaotischen Eindruck, eigentlich dachte ich immer, wie hätten das meiste soweit im Griff… Jedenfalls bekommen Sie jetzt, wenn auch zu spät, eine kleine Sendung, ich gehe davon aus, daß Sie noch in dieser Woche bei Ihnen eintrifft.
Na, es gibt doch schlimmeres, aber ich war natürlich gespannt. Letzten Freitag kam dann das Päckchen, und ich war unmittelbar begeistert. Nicht nur das ich das Buch “Der Brenner und der liebe Gott” bekam, es lag noch “Landesbühne” von Siegfried Lenz, “Bibliothek der unerfüllten Träume” von Peter Manseau und der Bildband “Kleine Leute in der grossen Stadt” bei. Ich war unmittelbar begeistert, im Gegensatz zu meinen Brüdern die solche Päckchen wohl mehr als unnütz finden.
Also, Susanne und Markus – nochmal recht herzlichen Dank, fand ich eine schöne Aktion.
Merke: Mit einem Buch kann man dem HerrSch. immer einen Gefallen tun.
Vom Oberdeck …
Nicht das jetzt jemand auf die Idee kommt, wir befänden uns auf einer Kreuzfahrt. Dieses Schild befindet sich im Parkhaus “Katharinenstraße” was wohl irgendwie renoviert worden ist.
Mal so als Tip unter uns Kapitalisten, die ihr Konto bei der Deutschen Bank haben: Ins Parkhaus reinfahren, Geld holen, aus dem Parkhaus rausfahren ist kostenlos, ich glaube so lange das ganze unter 5 oder 10 Minuten dauert. Das ganze klappt nicht (ist mir auch schon passiert) wenn unmittelbar vor dir ein Rentner in das Parkhaus fährt …