SCHUPPEN21

I SURVIVED FLIGHT #815

Archiv für den Monat Juli, 2009

Ich kann das immer noch nicht glauben …

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Dieses Bild zerstört ein Stück meiner Kindheit.

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Keiner sagte etwas

Das wird ja nicht besser …

Nachdem die Schlachte im Moment, na sagen wir mal etwas verbrannt ist (näheres erfährt der Leser hier leider nicht) zog es uns nicht ins Cafe Sand sondern “Zum Kuhhirten”, eher bürgerliche Gastronomie, aber mit einem netten Biergarten, so hatte ich es zumindest in Erinnerung.

Beim besten Willen kommt uns das Wort Kaffee einfach nicht über die Lippen, also – zwei Bier. Ist ja nichts besonderes, wenn man nicht noch ein zweites oder gar drittes trinken will, denn dann passierte das, wo ich mich als Gastronom doch in Grund und Boden schämen würde.

IMG00272-20090715-1740 Wer uns kennt, kann sich unsere Blicke vorstellen. Das “Hallo?” war uns wohl ins Gesicht geschrieben, denn die Bedienung zuckte nur mit den Schultern und meinte:”Wir haben nicht mehr Becks Gläser”. Is klar, gut das wir nicht in Bremen wohnen, das dritte Bier haben wir dann umgekippt in die Becks Gläser, das “Schlussbier” gab es dann wieder in den “normalen” Becks Gläsern, die Bedienung hatte ja nun auch schon 2 Gläser abgeräumt. Ich glaube tiefer kann man als Gastronom wirklich nicht sinken.

Wer den hinteren Bereich des “Kuhhirten” kennt, erinnert sich bestimmt noch an die Minigolf Anlage mit angeschlossenem Kiosk aus den 50ern. IMG00275-20090715-1834Wie man rechts erkennen kann, ist da nichts mehr mit Kiosk und Minigolf, das ganze erinnert mehr an eine Ausstellung für Gartenmöbel bei Tepp und Tapp. Was auch immer sich gedacht wurde bei der Umgestaltung, das Konzept geht anscheinend nicht auf, da lag kein Mensch. Zum Abschluss noch das Bild des “Großen Biergartens”, den habe ich nur einmal voller Menschen äh Männer gesehen, und das war vor Jahren an Himmelfahrt.

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Also wenn ich mir das Leben nehmen wollen würde, wäre das ein prima Ort. Oder Marc Terenzi macht da eine weitere Geisterbahn auf, mir soll es recht sein, Hauptsache er hat genug Gläser.

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Keiner sagte etwas

Urban Art

Urban_Art_BannerWenn ich Kunst mag, dann ist es zum Beispiel “Urban Art”. Das eine oder andere Bildfundstück hatte ich hier auch schon veröffentlicht. Derzeit hat die Weserburg eine Ausstellung zu diesem Thema:

Werke aus der Sammlung Reinking

Urban Art ist allgegenwärtig. Ungefragt hinterlässt sie ihre Spuren und Zeichen im Stadtraum. Mit Stickern, Postern, großflächigen Wandgemälden und Schablonengraffiti erobert sie sich den öffentlichen Raum. Ihre Galerie sind die Straßen der Welt. Was mit Graffiti in den amerikanischen Großstädten der Ostküste vor nunmehr 40 Jahren begann, hat sich mittlerweile entscheidend weiterentwickelt. Auch wenn die meisten Aktionen immer noch anonym und illegal entstehen, handelt es sich nicht mehr ausschließlich um ein Phänomen der Jugendkultur. Viele Akteure haben sich von der Bildsprache des Graffiti-Writing emanzipiert und neue Ausdrucksformen erprobt. Mit subtilen und humorvollen, bisweilen auch offensiven Eingriffen in das Stadtbild versuchen sie eingeübte Sehgewohnheiten aufzubrechen. Ihnen geht es dabei in aller Regel nicht um die Beschädigung urbaner Infrastruktur, sondern um einen Dialog mit der Öffentlichkeit

Wunderbare Ausstellung, einfach mal hingehen. Wer sich mehr für Urban Art interessiert, der kann einmal hier schauen, und über die Bremer Szene kann man hier einiges erfahren, ein neues Projekt läuft ab August 2009 in Bremen.

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Keiner sagte etwas

Aus dem Bücherregal: Die blaue Liste

… von Wolfgang Schorlau. Interessantes Buch über die RAF, die Treuhand und einem Komplott, welches man wirklich nicht so schnell aus der Hand legen kann.

003.258.042 Privatdetektiv Georg Dengler, früher Zielfahnder beim BKA, ist einem Fall auf der Spur, der fast zu brisant für ihn wird und zurückführt in die Zeit der Wende und der großen Gier …Am 21. April 1991 wird Carsten Detlef Rohwedder, Präsident der Treuhandgesellschaft, erschossen. Seinem Tod folgt eine drastische Kurskorrektur und der Ausverkauf des Ostens. Sechs Wochen nach dem Attentat stürzt eine voll besetzte Boeing der Lauda-Air über dem Dschungel Thailands ab; 223 Menschen sterben. Seit diesem Tag kennt der allgemeine Sprachgebrauch den Begriff »Schubumkehr«. Im Juni 1993 wird das RAF-Mitglied Wolfgang Grams auf dem Bahnhof von Bad Kleinen erschossen. Fast zehn Jahre nach seinem Tod behauptet das Bundeskriminalamt, er sei am Tatort des Mordes an Rohwedder gewesen. Tatsächlich wurden alle drei »Geschehnisse« nie wirklich aufgeklärt. Georg Dengler ist im Unfrieden beim BKA ausgeschieden. »Private Ermittlungen« steht jetzt auf seiner Visitenkarte, und sein erster Fall verspricht leicht verdientes Geld zu werden. »Es geht um meine Freundin«, sagt der Anrufer. »Ihr Vater kam vor zwölf Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Merkwürdig ist nur, er rief sie vorher an und sagte, er habe die Maschine verpasst. Forschen Sie ein bisschen nach und schreiben Sie einen Bericht, damit sie wieder ruhig schlafen kann.« Der Vermisste ist Mitarbeiter der Treuhand und Verfasser der »Blauen Liste« – des Dokuments, das der Deutschen Vereinigung einen völlig anderen Weg wies …»Wenn Polizei, Justiz und Politik versagt haben, muss es den Geschichtenerzählern erlaubt sein zu sagen: Es ist nur eine Geschichte, aber vielleicht war es so.« (via Krimi-Couch.de)

Unglaublich, ich bin wirklich mal wieder zum lesen gekommen.

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Keiner sagte etwas

Gisèle Freund – Porträts und Reportagen

Derzeit läuft eine Ausstellung im Focke Museum über Gisèle Freund, die ich dem geneigten Leser hiermit ans Herz lege.

sonderausstellungen Gisèle Freund (1908-2000) wurde als Fotoreporterin für die Zeitschriften Life, Time Magazin, Picture Post und für die Agentur Magnum berühmt. Darüber hinaus machte sie sich als Porträtistin der internationalen Literatur-Avantgarde von Paris und als Theoretikerin der Fotografie einen Namen.

Die Porträts Gisèle Freunds sind Momentaufnahmen großer Intensität. Während sich die literaturbegeisterte Fotografin mit den Autoren unterhielt entstanden fast beiläufig einzigartige Porträts von Bertold Brecht, Anna Seghers, Alexej Tolstoi, Simone de Beauvoir, Walter Benjamin, Hermann Hesse, Virginia Woolf und Stefan Zweig und vielen anderen.

Die Ausstellung im Focke-Museum zeigt 140 zum Teil handsignierte Werke. Ein Filminterview und Bilder aus dem persönlichen Umfeld Freunds ergänzen das fotografische Lebenswerk.

Wer Interesse hat, die Ausstellung geht noch bis zum 4. Oktober 2009. Nähere Infos gibt es hier.

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Keiner sagte etwas

Zum letzten – dann ist Schluss …

Johnny Haeusler vom Spreeblick hat einen sehr schönen Artikel über die “Meinungsfreibeuter” geschrieben. Also, mal rüber schauen und lesen, ist zwar etwas länger das ganze, aber spiegelt genau meine Gedanken zu diesem Thema wieder. Sehr schöner Satz in dem ganzen:

Ich höre ein Lachen. Und noch eines. Es kommt von denen, die sich glücklicherweise nicht vorstellen können, dass es ein schlechteres Leben geben könnte als jenes, in das unser Luxusarsch hineingeboren wurde. Ein Leben, in dem wir gegen Zensur „kämpfen“ können, ohne unser 400-Euro-Handy aus der Hand legen zu müssen, ein Leben, für das die Generationen vor uns auf die Straßen gegangen sind, ein Leben, in dem wir uns auf die ein oder andere staatliche Gerechtigkeit verlassen können, ein Leben, indem wir relativ gut zwischen Propaganda und Information unterscheiden können…

Damit soll dann an dieser Stelle auch Schluss mit diesem Thema hier sein, ich bin nur froh, das ich keine Petitionen oder Listen blindlings unterschrieben habe und ich mir Gedanken machen muss, wie ich die Stimme zurück bekomme.

Für mich geht jetzt langsam die Suche los, die Suche nach der Partei, welche dann meine Stimme bei der Bundestagswahl bekommt. Als nächstes werde ich die kommende Woche in der Geschäftsstelle der Grünen / Bündnis 90 aufschlagen, praktisch als  Überzeugungsgespräch Beratungsgespräch. Ich werde berichten.

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Keiner sagte etwas

Wir sehen uns um in der Stadt …

… und landen heute im “Wohnzimmer” der ortsansässigen Oetinger-Fraktion. Ein Blick unter die Freilandcouch verrät uns:

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Warum auch seine eigene Sozialwohnung versauen, geht doch auch so …

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Keiner sagte etwas

Das Wochenende genutzt …

… durch einige Diskussionen und Aktionen mal wieder gesehen, wo man selber steht. Absolut wichtig, gerade wenn man etwas vor hat, was doch ein bisschen länger an Planung in Anspruch nimmt, und man sich einfach fragt, ist das ganze noch richtig. Ja, ist es, man darf sich nur nicht von seinem Weg abbringen lassen, und nicht jeden Kompromiss eingehen.

Als Belohnung gab es dann gestern Abend einen super schönen Sonnenuntergang …

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Und ich Blödmann hatte mal wieder meine Kamera nicht mit, daher nur wieder mal die Blackberry Auflösung …

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Übrigens, Nachdenken kann ich immer noch am besten direkt am Wasser ….

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Keiner sagte etwas

Parteitag in Hamburg

Recht guter Artikel heute im Spiegel:

Mit einfachen Zielen, aber unkonventionellen Methoden hat die Piratenpartei ihren Kurs für die Bundestagswahl festgelegt. Doch sie ist auch Anlaufpunkt für dubiose Gestalten.

Ok, etwas aus dem Kontext gezogen, aber spiegelt so in etwa die Meinung wieder, die ich darüber habe. Das endgültige aus kam dann noch über die Bremer Piratenseite, und dem der dort den Vorsitzenden gibt. Herr S. aus R. erinnern wir uns an diesen Herren? Seines Zeichens ist er auch Religionswissenschaftler, und die Bilder im dortigen Wiki … naja, ich kenne den Mann persönlich, daher kann ich mir diese negative Meinung über ihn erlauben. Damals hatte er sich mit einem Satz als Arschloch geoutet. Sehr überzeugt von sich der Mann. Wie gesagt, … Anlaufpunkt für dubiose Gestalten.

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4 sagten etwas

Madagaskar …

… oder wie man HerrnSch. in einer Diskussion aushebelt.

Irgendwann im Laufe dieses längeren Abends, verstrickte er mich dann in die Diskussion über Deutschland und den zweiten Weltkrieg. Die Einleitung war so gut: “Das ist ja historisch bewiesen … daher …” So eine Aussage toppt immer alles. Was heißt das, fundiert historisch bewiesen? Irgendwo gehört? In der Bild gelesen? Bücher gelesen? Wenn ja hast Du die dabei? Letztlich ging es um die Behauptung, England und Polen hätten den zweiten Weltkrieg provoziert und gewollt, und die Juden, ja warum sitzen die auch alle in den Banken ….

Wer mich nun kennt, weiß wie ich bei solchen Sätzen reagiere. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht sagte ich nur: “Dann müssen wir die Geschichte ja heute Abend noch umschreiben …” und verabschiedete mich mit leicht debilem Kopfnicken, geistig aus der Diskussion. So etwas führt nie zu einem Ergebnis, ich mache mir dann nur leichte Gedanken über unser Land, deren Bewohner und die Einstellungen die hier so von sich gegeben werden.

Stunden später, der Kopf ist wieder klarer, und HerrMoritz und ich machen das was wir Nachts sehr gerne tun, nochmal rüber in den Park. Diesen Park den ich vor einem Jahr noch so gehasst habe, standen wir doch Abends zu oft alleine dort. Ein Jahr später ist das anders, ich bin gerne alleine mit HerrnMoritz da, kann man doch so schön seinen Gedanken nachhängen. Irgendwann kam ich dann wieder auf die Diskussion an diesem Abend, und mir viel das Lied “Madagaskar” von Heinz Rudolf Kunze wieder ein. Ja, der Text passt, damit kann ich leben, den er spiegelt den Sarkasmus wieder, der in mir ist, wenn ich obige Sätze höre. Nur ist dieser Text leiser, etwas feiner, man muss zwischen den Zeilen lesen oder hören. Er steht am Ende dieses Textes nochmal zum nachlesen.

Nun ist die Hauptstraße derzeit durch eine Baustelle gesperrt, somit mussten wir durch die Seitenstraßen gehen. Auf einmal blieb ich stehen, irgendetwas stimmt hier nicht nur was? Ich ging ein Stück zurück und da sah ich es, die Pflasterung war anders, die Steine waren anders, eigentlich hätte man darüber stolpern müssen.

stolpersteine

Ich hatte von diesen Steinen schon gehört, aber noch nie welche gesehen. Vor dem Haus sind bestimmt 12 von diesen Steinen. Und da war meine Antwort, zwei Straßen entfernt von mir, wurden vor 68 Jahren Menschen abgeholt, und diese Menschen kamen nie wieder…

… in manchen Nächten bekommt man eben Antworten, auch wenn man erst darüber stolpern muss.

Die ganze Geschichte lesen …

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Keiner sagte etwas

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